Moovy
Eigene Film-App für iOS und Android: Filme durchswipen, gemeinsam matchen, mit eigenem Backend und eigenem Empfehlungssystem. Noch in Entwicklung, von Apple geprüft.
- iOS und Android aus einer Codebasis
- 2 Plattformen
- Genre, Kombination, Keywords, Regie und Cast im Empfehlungsprofil
- 5 Signale
- Gemeinsame Match-Sessions über eine offene Verbindung
- Echtzeit
Warum wir das gebaut haben
Der Abend, an dem man vierzig Minuten durch drei Streaming-Dienste scrollt und am Ende doch wieder eine alte Serie anmacht, ist ein bekanntes Problem. Zu zweit wird es schlimmer: Der eine will einen Thriller, die andere etwas Leichtes, und die Kataloge sind so voll, dass man sich vor lauter Auswahl gar nicht entscheidet.
Die Empfehlungen der Anbieter helfen dabei nur bedingt, weil jeder Dienst nur seinen eigenen Katalog kennt und vor allem das nach oben schiebt, was er gerade bewerben möchte. Wir wollten den umgekehrten Weg: einen Feed, der die eigenen Vorlieben lernt, über die Anbieter hinweg schaut und die Entscheidung zu zweit zum Teil des Spiels macht.
Aufgabe
Eine App, die Filmauswahl in Minuten statt in Dreiviertelstunden erledigt:
- Filme wie in einem Kurzvideo-Feed durchgehen und mit einem Fingerwisch liken
- Empfehlungen, die aus den eigenen Likes lernen und nicht aus einer Redaktionsliste kommen
- nur Filme zeigen, die bei den eigenen Streaming-Anbietern auch wirklich laufen
- gemeinsam entscheiden: zwei Leute swipen parallel, bei Übereinstimmung gibt es ein Match
- alles im eigenen Haus, also eigenes Backend, eigene Empfehlungslogik, eigene Datenhaltung
Lösung
Eine App für beide Plattformen. Die App ist in Flutter gebaut und läuft aus einer Codebasis auf iOS und Android. Vier Bereiche: der persönliche Feed, der Match-Modus, die gespeicherten Filme und das Profil.
Empfehlungen, die mitlernen. Aus den Likes entsteht ein Profil, das Genres, Genre-Kombinationen, Schlagworte, Regie und Besetzung unterschiedlich stark gewichtet. Frische Likes zählen mehr als alte, Dislikes ziehen ab. Damit der Feed nicht in einer Blase endet, mischt das System bewusst gut bewertete Filme außerhalb des eigenen Profils dazu, und aus derselben Filmreihe kommen nie mehr als zwei Titel hintereinander.
Verfügbarkeit statt Wunschkonzert. Beim Einstieg wählt man seine Streaming-Anbieter aus. Der Feed berücksichtigt das, damit nicht ein Film empfohlen wird, für den man erst ein weiteres Abo bräuchte.
Gemeinsam swipen. Eine Match-Session wird über einen Code, einen QR-Code oder einen Link geteilt. Wer den Link öffnet, landet direkt in der Session. Danach swipen alle Beteiligten parallel durch dieselbe Auswahl. Liken zwei Leute denselben Film, erscheint der Match sofort auf beiden Geräten, ohne dass jemand aktualisieren muss. Technisch hält die App dafür eine offene Verbindung zum Server, mit Überwachung und automatischem Neuaufbau, wenn das Netz kurz wegbricht.
Eigenes Backend. Hinter der App steht ein eigener Server-Stack: eine Python-API, eine PostgreSQL-Datenbank und ein Dienst, der die Filmdaten nächtlich aktualisiert, dazu ein eigener Admin-Bereich für Pflege und Auswertung. Alles läuft containerisiert auf unserem eigenen Server.
Konto und Datenschutz. Anmeldung mit E-Mail-Bestätigung, Zugriffstoken nur im Arbeitsspeicher, das langlebige Token im gesicherten Systemspeicher des Geräts. Löscht jemand sein Konto, werden die Daten sofort anonymisiert und nach einer Frist endgültig entfernt. Ein Wackler im Mobilfunknetz wirft dabei niemanden aus der Sitzung, nur eine echte Ablehnung durch den Server tut das.
Ergebnis
Moovy ist unser größtes Eigenprojekt und gleichzeitig unser Prüfstand für alles, was wir in Kundenprojekten an mobiler Entwicklung anbieten: Flutter für beide Plattformen, ein eigenes API-Backend, Echtzeit-Verbindungen, Empfehlungslogik, Anmeldung und ein datenschutzkonformer Umgang mit Nutzerkonten. Wer wissen will, ob wir eine App wirklich von der ersten Skizze bis zum laufenden Server bauen können, sieht es hier an einem Produkt, das wir selbst verantworten.
Die App ist noch in Entwicklung und nicht öffentlich im Store. Was schon steht, ist der komplette Weg vom Feed über die Match-Sessions bis zum Backend.
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